Xiamen: die autofreie Insel Gulangyu
Ein ehemaliger Teehandelshafen mit dem Westen überblickt Xiamen eine UNESCO-Welterbe-Insel, auf der motorisierte Fahrzeuge seit Jahrzehnten verboten sind, und bewahrt einen ganzen Stadtteil von Kolonialvillen, der in der Zeit erstarrt ist.
Eine kurze Fähre verbindet das Stadtzentrum mit der Insel Gulangyu.
Gulangyu, seit 2017 UNESCO-Weltkulturerbe, bewahrt über eintausend Gebäude in unterschiedlichen Baustilen, die zwischen den 1800ern und 1900ern von ausländischen Konsulaten und Kaufleuten errichtet wurden, nur zu Fuß über enge, stille Gassen erreichbar.
Der Nanputuo-Tempel, ein über eintausend Jahre aktives buddhisches Kloster am Fuße des gleichnamigen Hügels, verbindet Gebetsräume mit einem Vegetarierrestaurant, das direkt von ansässigen Mönchen geleitet wird.
Der Campus der Xiamen-Universität, oft als einer der malerischsten Chinas zitiert, blickt direkt auf das Meer und öffnet sich außenstehenden Besuchern zu festgelegten Zeiten.
Die Hulishan-Festung, eine Küstenbefestigung des späten 19. Jahrhunderts, beherbergt eine deutsche Krupp-Kanone unter den größten jemals produzierten, immer noch heute auf die Straße von Taiwan gerichtet.
Gulangyu, seit 1949 autofrei, bietet heute eine Stille, die der Rest von Xiamen — ein seit Jahrhunderten aktiver Handelshafen — nie wirklich gekannt hat.
Die Krupp-Kanone von Hulishan, auf die Meerenge gerichtet, bleibt eine Erinnerung daran, dass diese Ruhe in dieser Ecke der chinesischen Küste nie für selbstverständlich befunden wurde.
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