Jetstar Japan: Tarife, Gepäck und Strecken des Billigfliegers von JAL und Qantas
Jetstar Japan ist die Billigfluggesellschaft, die 2012 aus einem Joint Venture von Japan Airlines, Qantas (über die Marke Jetstar) und der Mitsubishi Corporation hervorging, mit Hauptbasis am Flughafen Narita und weiteren Operationen ab Kansai und Chubu Centrair. Sie betreibt eine einheitliche Flotte aus Airbus A320 auf einem Netz, das japanische Inlandsstrecken mit internationalen Verbindungen nach Südkorea, Taiwan, Hongkong, auf die Philippinen und nach Guam verknüpft, mit einem durchgängig entbündelten Tarifmodell.
Geschichte und Positionierung
Mit der Gründung 2012 kam das Jetstar-Modell, das sich in Australien und anderen asiatischen Märkten bereits bewährt hatte, nach Japan, zu einer Zeit, als der japanische Inlandsmarkt noch von den hohen Preisen der beiden traditionsreichen Gesellschaften dominiert wurde. Die gemischte Eigentümerstruktur aus JAL, Qantas und Mitsubishi sicherte der Gesellschaft Zugang zu Flughafen-Slots und Infrastruktur der Partner, ein keineswegs selbstverständlicher Wettbewerbsvorteil für einen Billigflieger der neuen Generation.
Strecken und Netz
Das Netz deckt die wichtigsten Inlandsstrecken zwischen Tokio, Osaka, Nagoya, Fukuoka, Sapporo und Okinawa ab, ergänzt durch internationale Verbindungen nach Seoul, Taipeh, Hongkong, Manila und Guam. Es ist eher ein Punkt-zu-Punkt-Modell als ein reines Hub-and-Spoke-System, wobei Narita die wichtigste Basis für die internationalen Verbindungen ist.
Tarife und Gepäck
Wie bei jedem Billigflieger der Jetstar-Gruppe umfasst der Basistarif nur den Sitzplatz und ein kleines Handgepäckstück; aufgegebenes Gepäck, Sitzplatzwahl, Mahlzeiten an Bord und sogar größeres Handgepäck kosten extra. Die günstigsten Sondertarife haben zudem sehr strenge Regeln für Umbuchungen und Stornierungen, was man vor der Buchung von Reisen mit noch nicht endgültigen Plänen sorgfältig bedenken sollte.
Was Passagiere sagen
Positiv:
- Bei frühzeitiger Buchung gehören die Basistarife zu den niedrigsten auf dem japanischen Inlandsmarkt.
- Praktisches Netz, um mehrere japanische Städte auf einer einzigen preiswerten Reise zu kombinieren.
Negativ:
- Zusatzkosten für Gepäck und Sitzplatzwahl summieren sich schnell.
- Bei schlechtem Wetter größere Anfälligkeit für Verspätungen als bei Gesellschaften mit mehr betrieblichem Spielraum.
Jetstar Japan ist die sinnvollste Wahl für alle, die mit leichtem Gepäck reisen und zwischen den angebundenen japanischen Städten den niedrigstmöglichen Preis wollen und dabei ein Produkt ohne inkludierte Leistungen in Kauf nehmen. Weniger geeignet ist sie für Reisende mit schwerem Gepäck oder für alle, die bei den Reisedaten flexibel bleiben müssen, denn die günstigen Tarife bestrafen Umbuchungen empfindlich. Ein praktischer Tipp: Wiegen und vermessen Sie Ihr Handgepäck, bevor Sie zum Gate gehen, denn am Flugsteig wird häufig kontrolliert, und der dort gezahlte Aufpreis ist immer höher als der, den man online bei der Buchung hinzufügt.
Das könnte Sie interessieren...
Bahamasair: die ATR- und Boeing-Flotte der Flaggengesellschaft der Bahamas
Gepäckversicherung: wie man die maximale Erstattung erhält
Flughafen Kapstadt: wo übernachten, Gegenden und empfohlene Hotels
Flughafen Ventspils: wo übernachten, Gegenden und empfohlene Hotels
Azerbaijan Airlines: was Passagiere von AZAL über Komfort und Pünktlichkeit berichten