Tradewind Aviation: Der Sitzplatz-Charter, der ohne Zwischenlandung nach St. Barth fliegt
Tradewind Aviation hat ihren Sitz am Flughafen von Oxford in Connecticut, wurde 2001 gegründet und verkauft Tickets für einzelne Sitzplätze auf zertifizierten Charterflügen, ein Modell zwischen Privatflugzeug und Linienflug. Die Flotte von Pilatus PC-12 verbindet Freizeitziele im Nordosten der USA und im Winter Karibikinseln wie St. Barthélemy, wo die Länge der Piste fast jedes herkömmliche Linienflugzeug ausschließt.
Geschichte und Positionierung
Anders als ein klassischer Privatcharter verkauft Tradewind den einzelnen Sitzplatz und nicht das gesamte Flugzeug und positioniert sich damit als Premium-Alternative zu den oft überfüllten saisonalen Linienstrecken zu denselben Urlaubszielen.
Die Flotte
Die Pilatus PC-12NG, ein einmotoriges Turboprop-Flugzeug mit Druckkabine für acht oder neun Passagiere, wurde gerade wegen ihrer Leistung auf kurzen Pisten gewählt, die für den Betrieb auf Flughäfen wie dem Gustaf III auf St. Barth oder anderen kleinen karibischen Pisten unerlässlich ist.
Strecken und Netz
Im Sommer verbindet das Netz White Plains und Oxford mit Nantucket und Martha's Vineyard; im Winter verlagert sich der Schwerpunkt auf die Karibik, mit Verbindungen von San Juan oder St. Thomas nach St. Barth, Virgin Gorda und Anguilla, Inseln, auf denen ein herkömmlicher Linienjet schlicht nicht operieren kann.
Was Passagiere sagen
- Direkter Zugang zu Pisten, die für Linienjets gesperrt sind, ohne ein herkömmliches Terminal zu durchlaufen.
- Schnelles Boarding und aufmerksamer Kabinenservice, begünstigt durch die geringe Größe des Flugzeugs.
Was das Erlebnis schmälert
- Deutlich höhere Tarife als bei einer kommerziellen Reiseroute mit Zwischenstopp, wo verfügbar.
- Enge Gewichtsgrenzen für das Gepäck, da sich die Kapazität der PC-12 auf Passagiere und Koffer verteilt.
- Flugpläne, die sich eher an der saisonalen Nachfrage orientieren als an einem festen, ganzjährigen Fahrplan.
Tradewind ist vor allem sinnvoll für alle, die St. Barth oder Inseln mit ebenso kurzen Pisten erreichen müssen, wo ein Linienjet schlicht nicht landen kann. Für Strecken, die bereits gut durch einen kommerziellen Direktflug bedient werden, lässt sich der Preisaufschlag kaum rechtfertigen. Reisen Sie mit leichtem Gepäck und erkundigen Sie sich vorab nach dem von der Gesellschaft angegebenen Gewichtslimit pro Passagier, denn auf der PC-12 hängt der Laderaum viel stärker von der Gesamtlast ab als bei einem Linienjet.
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