Canadian North nach der Fusion mit First Air: wie die Airline heute fliegt
Canadian North nach der Fusion mit First Air: wie die Airline heute fliegt

Canadian North nach der Fusion mit First Air: wie die Airline heute fliegt

Die Gesellschaft ging aus der 2019 abgeschlossenen Fusion der früheren Canadian North mit First Air hervor und gehört gemeinsam zwei Inuit-Organisationen, der Nunasi Corporation und der Makivik Corporation. Sie fliegt mit Boeing 737 Combi und ATR 42 zwischen Ottawa, Yellowknife, Iqaluit und den Gemeinden in Nunavut, den Nordwest-Territorien und Nunavik.

Geschichte und Positionierung

Canadian North entstand aus der 2019 abgeschlossenen Fusion der früheren Canadian North mit First Air, einer Gesellschaft, die ihrerseits auf Bradley Air Services zurückging und schon seit den Vierzigerjahren im arktischen Luftverkehr tätig war. Die Eigentümerschaft teilen sich zwei Inuit-Organisationen, die Nunasi Corporation und die Makivik Corporation, und nach der Fusion ist die Gesellschaft für viele arktische Gemeinden fast zur einzigen Anlaufstelle geworden, wo zuvor zwei getrennte, teilweise überlappende Anbieter flogen.

Die Flotte

Die Flotte kombiniert Boeing 737 in der Passagier-Fracht-Konfiguration (Combi) mit ATR 42 – eine unverzichtbare Wahl, um schwere Güter dorthin zu bringen, wohin keine Straßen führen, und dabei trotzdem Sitzplätze für Passagiere anzubieten. Zur beförderten Fracht gehören Lebensmittel, die über das Bundesprogramm Nutrition North subventioniert werden und die Kosten für frische Nahrung in den abgelegensten Gemeinden senken.

Strecken und Netz

Von den Basen in Ottawa, Yellowknife und Iqaluit aus erreicht das Netz Gemeinden in Nunavut, in den Nordwest-Territorien und in Nunavik; die Integration der beiden zuvor bestehenden Netze ist dabei eher eine laufende Aufgabe als ein abgeschlossenes Ergebnis.

Was Passagiere sagen

Wer regelmäßig auf diesen Strecken fliegt, bemerkt vor allem die Fortschritte gegenüber der Zeit vor der Fusion.

  • Größeres und besser abgestimmtes Netz als zu Zeiten mit zwei getrennten Gesellschaften.
  • Bedeutende Frachtkapazität für Gemeinden, die bei der Versorgung vom Luftverkehr abhängen.
  • Der Integrationsprozess nach der Fusion gilt bei der Abstimmung von Flugplänen und Tarifen auf einigen Strecken als schleppend.
  • Häufige wetterbedingte Verspätungen im Winter, mit kaum unmittelbaren Alternativen.

Canadian North ist heute die fast unumgängliche Wahl für alle, die zwischen den arktischen Gemeinden Kanadas und dem Rest des Landes reisen müssen, und die Fusion mit First Air hat das Netz im Vergleich zu früher vereinfacht. Wer eine Reise plant, sollte dennoch Puffer für winterliche Wetterverspätungen einplanen, die auf diesen Strecken strukturell häufig sind. Es lohnt sich zu prüfen, ob der gewählte Flug als Combi mit Passagieren und Fracht konfiguriert ist, denn die Sitzplatzkapazität kann von Strecke zu Strecke variieren.

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